Familie Zuber / Varnerin
Portrait – Andrea Zuber
Andrea Zuber führt als Betriebsleiterin den rund mit 100 Hektar grossen Biobetrieb Bleichenberg. Sie trägt die Gesamtverantwortung für die landwirtschaftliche Produktion, die Tierhaltung sowie die Organisation und Koordination sämtlicher Arbeitsabläufe auf dem Betrieb.
Nach einer kaufmännischen Ausbildung und einigen Jahren Berufserfahrung entschied sich Andrea, ihre Leidenschaft für die Landwirtschaft zu folgen. Sie absolvierte die Ausbildung zur Landwirtin, welche sie mit Bravour bestand. Ihre Erfahrungen aus dem kaufmännischen Bereich und ihr landwirtschaftliches Fachwissen ergänzen sich heute ideal bei der Führung des Familienbetriebes Bleichenberg.
Seit April 2024 arbeitet auch Ihr Ehemann Zulji als fester Bestandteil auf dem Betrieb mit. Gemeinsam setzten sie sich täglich mit grossem Engagement für eine nachhaltige Landwirtschaft und das wohl unserer Tiere ein.
Gemeinsam mit Ihrem Ehemann Zulji und ihren vier Töchtern lebt Andrea auf dem Bio Betrieb Bleichenberg. Die Familie ist ihre grösste Motivation und ein wichtiger Bestandteil des Hoflebens.
Portrait – Karin Varnerin
Karin Varnerin kümmert sich um die administrativen Aufgaben des Bio Betriebes Bleichenberg. Dazu gehören insbesondere die Buchhaltung und die finanzielle Belange des Betriebes, das Versicherungswesen sowie administrative Arbeiten rund um unsere Mitarbeitende. Ein weiterer Aufgabenbereich ist die Direktvermarktung. Karin organisiert und koordiniert den direkten Fleischverkauf, betreut die Website und kümmert sich um die Vermarktung der hofeigenen Produkte.
Karin ist gelernte Kauffrau und verfügt über einen Fachausweis im Sozialversicherungswesen. Ihre langjährige Berufserfahrung kommt ihr bei den vielfältigen administrativen Aufgaben auf dem Betrieb zugute.
Karin lebt gemeinsam mit Ihrer Familie in Oekingen.
In Erinnerung an unseren Vater
Urs Zuber, Gründer und Wegbereiter
Urs Zuber (†14.1.2025) war der Gründer und das Herz des Bio-Betriebs Bleichenberg. Sein Leben war geprägt von der Leidenschaft für die Landwirtschaft. Der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur und den Tieren war für ihn sehr wichtig.
Als Sohn einer 11-köpfigen Bauernfamilie in Selzach lernte unser Vater schon sehr früh, was Fleiss und Bodenständigkeit bedeuten. Nach der Ausbildung zum Landwirt und der anschliessenden Meisterprüfung bildete er sich laufend weiter und sammelte während Jahrzehnten wertvolle Erfahrungen.
In den 80er Jahren bewirtschaftete Herr Zuber in Hallau für die Konservenfabrik HERO, Lenzburg den Gutsbetrieb Ackerbau und Obstplantagen (Zwetschgen, Kirschen). Per 1.1.1990 zog es die Familie wieder zurück zu den Wurzeln. Urs Zuber nahm die Anstellung in der Strafanstalt Schöngrün als Stellvertretender Betriebsleiter Landwirtschaft an. Wenige Jahre später wurde er zum Betriebsleiter befördert.
Während mehr als 20 Jahre führte Urs Zuber den landwirtschaftlichen Betrieb der Strafanstalt Schöngrün. Der Betrieb umfasste ca. 150 Hektar. Neben Ackerbau, Viehhaltung, trug er auch die Verantwortung von vielen Mitarbeitenden und Insassen. Sein grosses Fachwissen, seine ruhige und besonnene Art sowie sein verantwortungsbewusstes Handeln machten ihn über den Betrieb hinaus zu einer geschätzten Persönlichkeit.
Die Strafanstalt Schöngrün wurde 2012 in die neu erschaffene Strafanstalt „Schachen“ integriert. Der landwirtschaftliche Betrieb wurde durch Urs Zuber im Pachtverhältnis übernommen. Damit erfüllte er sich einen grossen Traum.
Neben seiner Tätigkeit als Landwirt engagierte sich Urs Zuber während vieler Jahre für die Landwirtschaft in der Region. Von 2007 bis 2021 präsidierte er die Landi Reso Genossenschaft. Von 2020 bis 2024 stand er zudem als Präsident der Landi Reso Liegenschaften AG vor. Mit unternehmerischem Weitblick, Verlässlichkeit und grossen Einsatz prägte er beide Organisationen nachhaltig.
Nach der Pensionierung Übergab Urs Zuber im Jahr 2019 den gesamten Betrieb seinen Töchter, Andrea und Karin. Bis zu seinem Tod begleitete er sie mit Rat, Erfahrung und Vertrauen.
«Am 14. Januar 2025 mussten wir Abschied von unserem Vater nehmen. Sein Lebenswerk, seine Werte und seine Liebe zur Landwirtschaft leben auf dem Bleichenberg weiter. Dafür sind wir jeden Tag dankbar.»
